Friedenskirche Tuchenbach

Die Friedenskirche wurde als "Wegekirche" konzipiert, die den Weg des Christen durch sein Leben, von der Aufnahme des Täuflings bis zur Verabschiedung des Toten begleitet. Diesen Weg symbolisieren die dunklen Quadrate im Fußboden, die im Außenbereich der Kirche am Glockenturm beginnen, hinein in die Kirche geleiten und durch die dunkle Tür im Osten des Gebäudes wieder hinaus ins Licht und auf den Friedhof führen.

Sie enden dort vor einer Bahre aus dunklem Schiefer, der die Abdrücke eines menschlichen Körpers erkennen lässt. "Memento mori"- Gedenke des Todes ruft dieser Stein den Lebenden zu: Welche Spuren wirst du einst in den Herzen deiner Mitmenschen hinterlassen?

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, gleich wie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.

— Römer 6, Vers 4 

Obwohl die Friedenskirche eine moderne Kirche ist, fußt sie doch sichtbar auf alten Traditionen: So wurde in vereinfachter Weise die Form der Basilika mittelalterlicher Kirchen mit hohem Mittelschiff und niederen Seitenteilen übernommen.

Durch ihren Standort mitten im Friedhof greift die Friedenskirche die Tradition frühchristlicher Kirchen, als sogenannte "Friedhofskirche", auf. Die sichtbare räumliche Verbindung von Leben und Tod prägt auch den zeremoniellen Ablauf bei Beerdigungen. So findet der Sarg mit dem Verstorbenen während des Gottesdienstes seinen Platz im Raum der Gemeinde zwischen Altar und Taufstein. Von hier aus wird er anschließend durch das sonst verschlossene Osttor auf den Friedhof geleitet.

(Auszug aus "Die Friedenskirche in Tuchenbach", Herausgeber: Kirchengemeinde Veitsbronn)

 

www.friedenskirche-tuchenbach.de